Der erste Schnee

Der erste Schnee kam heute in den Morgenstunden und hat schon einmal kurz hereingeschaut. Juhu. Schnee, Schneee, Schneeee … Das Yetiherz ist glücklich.

-> Nachtrag 15:48 Uhr:
Oh, er liebt mich. Als hätte er mitgelesen, kommt er nun wieder vom Himmel herab :) Tagsüber hat er die Sonne uns noch ein bischen wärmen und mit Helligkeit verwöhnen lassen und nun schickt er mir seine Liebe mit tausenden von Schneeflocken.

Herbstwillkommen und Winterliebe

Foto brennender Holzscheit

Es ist Herbst. Es ist November. Es ist bereits ein bischen kalt und morgens liegt der erste Rauhreif über den Wiesen und Felder, Eisblumen bilden sich auf dem Dachfenster. Sobald unsere Sonne die anderen Landschaften des Planeten erhellt, fällt die Temperatur merklich. Diese kleineren Temperaturen tun mir gut.

Zu Hause wird es stetig gemütlicher und kuscheliger. Meine Bücher, die ich während des Sommers gern gelesen hätte, dies aber zu Gunsten „Ich bin unterwegs, es ist so schön draussen.“ komplett nicht getan habe, liegen griffbereit. Ich weiss nur noch nicht, mit welchem ich Anfange bzw. vom letzen Jahr weitermache.

Ich mag ihn, den Herbst und umarme ihn herzlich.

Ich mag auch den Winter.

Eigentlich liebe ich ihn. Heiss und innig. Sobald Schnee um mich herum ist, ist bin ich genauso glücklich, wie in den Momenten, wenn ich Gemüse zubereite oder gut zubereitetes Gemüse essen darf – dann ist meine Welt in Ordnung.

Ja, es ist wahre Liebe.

Ein bischen schwer hat es der Winter in diesen Jahren, weil die Menschen in Deutschland mit ihrem Gemaule, Gemotze und Gejammere in Wort und Gedanken eine buchstäbliche Anti-Wand gebaut haben, die er nicht mehr leicht durchdringen kann. „Bravo“ in seiner schlechtestes Auslegung, sag ich da nur. Wenn dann Weihnachten kein Schnee liegt, wird er über die Wand weg auch noch mal kräftig angepupst. *grummel*

Ich liebe den Winter. Ich heisse ihn auf das Willkommenste willkommen. Ich freue mich auf den Frost, die Kälte, den Schnee, das einwickeln in Schals und dicke Jacken, die wohlige Wärme in meinem zu Hause, das Lesen, das Reden mit Freunden – das anders ist, als in den Sommermonaten, ich freue mich auf … ganz viel.

Ich habe Yeti Gene. Das ist großartig.

5:5 – Grußquote auf einem Kilometer. Ansehnlich.

Foto zum Beitrag 5.% Eine liebevolle Gruß-Quote auf einem Kilometer

Heute führte mich mein Weg mit dem Fahrrad durchs Städtle. Die Sonne schien warm, ein sanfter Wind begleitete mich durch die Gassen und Straßen. Der allgemeine Feierabend war noch nicht eingeläutet und die Menschen unterwegs dementsprechend recht angenehmer Stimmung.

Manchmal beschleicht mich das gruselige Gefühl, der Ort, an dem ich gerade bin, kann nur eine Enklave gestrandeter, sich selbst aufgegebener Aliens sein. Heute nicht, heute schleicht der Grusel anderswo herum.

Meine gute Stimmung darf sich ausdrücken. Unter anderem schaue ich mir dann gern die Menschen um mich herum an und grüße sie freundlich. Der Gruß ist beinahe zärtlich, was mir bisher jedoch nicht auffiel. Vielleicht waren sie bis dato auch einfach nur freundlich und die allgemeine Stimmung heute war zärtlich mit mir, hat mich umschlungen …

Von fünf, auf der Strecke zwischen Fahrradladen und Baumarkt,  liebevollen „Hallo“ kamen vier ebensolche prompt zurück, ein junger, hübscher Mann – sehr konzentriert auf sein sehr lebendiges, bewegungsfreudiges Kind, lachte mich richtig an. Eine Gruppe junger Menschen mit Kinderwagen erwiderte in fremdländischer Sprache. Auch nett.
Eine betagte Dame wandte sich lieber ab, als mein Blick ihr wohl zu Nahe kam. Das ist völlig in Ordnung, sie darf das.

5:5 – Die Quote für einen kurzen Abschnitt von ca. 1 ½ km, kann sich sehen lassen. Und nein, ich lebe nicht nach Quoten, jage sie auch nicht – ganz im Gegenteil verteile ich nicht „um zurück zu bekommen“. Es fiel mir heute auf dieser Strecke nur besonders auf.
Das eine und andere Lächeln war vielleicht zu mir unterwegs, ohne dass ich es bemerkt habe. Ich danke jedenfalls für jedes Einzelne und heiße es bei mir herzlich willkommen.

In diesem Sinne, liebe Leser: „Hallo.“

Kurzbetrachtung der Können – Wollen – Müssen – Kette

Foto zu Beitrag Können - Müssen - Möchten - Kette
Ich kann, wenn ich möchte, aber ich muss nicht. Gefällt mit gut.
Wenn ich muss, obwohl ich nicht möchte, ist es immerhin gut, dass ich kann. Sehr fein.
Wenn ich nicht kann und dazu nicht möchte, muss ich auch nicht. Das ist praktisch.
Kann und möchte ich gleichzeitig, entfällt das Muss. Eigentlich.
Muss, kann und möchte ich, nehme ich das Muss trotzdem mit, weil es zusammen ein richtig gutes Dreierpack gibt.

Müssen verursacht ja allgemein eine leichte Anspannung im Ausführenden. Ein Grund dafür sind die anderen Optionen, die wir stattdessen gern wählen würden, wie Tee trinken, unsere Unterhaltung weiterführen, spazieren gehen, Blumen pflanzen oder in den Pool springen.

Liegen die Antagonisten attraktiver zu dem, das aktuell ansteht, hilft mir ein kleiner, feiner Satz in eine entspanntere Haltung: „Ich mache das jetzt, bin gleich wieder da und dann machen wir weiter.“

Falls das aus unterschiedlichen Gründen so nicht machbar ist, erweitere ich auch gern mit „ … oder etwas anderes, miiindestens genauso schönes.“

Es kommt auch vor, dass ich so was von keine Lust habe, weil das, was ich tun muss, schlicht und einfach zu doof ist. Das Einzige, das dann hilft, ist erst mal rumbrummeln. Das ist vollkommen in Ordnung, sollte allerdings recht zügig mit einer netten Aussicht abgelöst werden, in der Art von:

„Heute Mittag bin ich wieder hier.“
„In drei Stunden ist es vorbei und ich sitze wieder in meinem Garten.“
„Das machen wir jetzt schnell (evtl. zusammen) dann ist es erledigt.“

Dauert das Doofe einen ganzen Tag, dann greift eine Version von „Morgen / heute Abend ist es abgeschlossen. Abend ist ja gleich.“

Es kommt lediglich darauf an, das was getan werden muss – ich nenne es das Muss-Ereignis – zeitlich auf ein Minimum zu reduzieren, in dem es in eine gute Relation zu einer größeren und / oder attraktiveren Zeitspanne gesetzt wird.
Oft reich auch schlicht und einfach sich den Schlusspunkt bewusst zu machen.

Wenn ich dann noch das Dreierpack anwende, gehe ich schon deutlich leichter durch die Lande.

Dankbarkeit treibt Blüten

Foto zum Artikel Dankbarkeit trägt Blüten

Gestern Abend erfüllte mich tiefe Dankbarkeit für das gute Ende zweier Stresspegel-Höchstniveau-Tage.

Wieder völlig entspannt und glücklich schloss ich meine Augen und sah wie sich ein kleiner Ast hervortat der sehr viele weitere Ästchen austrieb und Blätter entfaltete, bis die gesamte Szene bedeckt war.

Die Entfaltung störte sich nicht an der Begrenzung meines Sehfelds und legte dynamisch eine Blätterdecke über die andere um dann zu einer grünen Wiese zu wechseln, dessen Halme und Blumen sich nun ebenfalls zusehends vermehrten, wuchsen und immer mehr Blüten und Gräser bildteten.
Ausser zuzuschauen und das Gefühl zu geniessen gab es nichts anderes zu tun.

Sehr dankbar für sehr viele Dinge, fragte ich mich, ob wir alle eine Danke Landschaft oder ein Danke Symbol in uns haben. Da sich Dankbarkeit sehr vielfältig und sehr individuell durch alles Mögliche ausdrückt und sichbar macht – oder machen läßt, wird es wohl zu unserem Sein dazugehören und ich beantworte mich mit einem vorläufigen Ja.

Diese Danke Vegetation blieb mir bis gestern verborgen. Sie macht durchaus Sinn, da ich einen sehr schönen inneren Garten habe. Ich kultiviere also ab heute meine Dankbarkeit auch auf diese Weise und freue mich sehr über diese Variante.

Falls Du derartiges von Dir noch nicht kennst, hast Du vielleicht Lust Dich aufzumachen und Dein „Danke“ zu entdecken. Du kannst es auch bewußt kreieren. Manchmal fällt dies leichter als etwas zu suchen. Alles weitere ergibt sich von selbst.

Ideen für einen Anfang oder als Variation eines bereits bestehenden Systems
  • Stell Dir ein Bäumchen ein, das z.B. bei jedem ehrlichen Danke wächst, austreibt, blüht
  • Ein Muster, das sich in seinen Formen erweitert
  • Ein Lavendelfeld, das immer dichter, größer und duftintensiver wird
  • Ein Gemüsebeet, das sich mit all den gesunden Sorten und Arten bestückt, die Dir gut tun und Dir schmecken. Vielleicht bekommst Du ganz persönliche Rezepte übermittelt.
  • Ein Bild, das sich selbst malt, in den kräftigsten Farben und vielleicht ungewöhnlichsten Strukturen
  • Immer wieder neue Bilder, die in Deiner Galerie dann einen guten Platz bekommen
  • Eine Melodie, aus der Unendlichkeit des Wohlklangs
  • Ein Programmiercode ( z.B. in PHP, Python, HTML und die CSS Anweisung dazu, was auch immer für eine Sprache) der Dir etwas ganz Wunderbares ausgibt
  • Ein Land, das sich mit Menschen bevölkert, die Eigenschaften haben und ein Miteinander leben, das Dir gut gefällt und das ebenso wächst und gedeiht, wenn Du diese Eigenschaften an Dir selbst ausarbeitest und entwickelst (hast) oder Du entsprechenden Menschen begegnest

Möglichkeiten, Möglichkeiten, Möglichkeiten zu immer mehr Schönheiten. Sei gewiss, dass sie Dir stets passen, wie angegossen …

Wunderbar und Zweierlei

Foto zum Artikel Wunderbar und Zweierlei

Welch‘ wunderbare Eigenschaften dieses Leben in sich trägt. Es spendet uns Wärme, Kälte, Frische, Düfte, Gefühle, Gedanken und neben noch mehr vor allem Liebe.

Wir atmen, spüren, fühlen, unsere Herzen schlagen grundsätzlich alle im selben Takt und freuen uns, wenn wir wieder eines entdecken, das ein doch ein bisschen mehr als alle anderen in unserem ganz eigenen Takt mitschwingt. Dann erhebt sich eine Leichtigkeit und wir können innehalten, lauschen, spüren und wissen, dass jeder Herzschlag nur dazu da ist, Liebe durch uns hindurch und hinaus in alle Richtungen zu pulsieren. Gleichzeitig versorgen die Herzen sich selbst und uns.

Jeden Tag, jede Minute, zunächst unterstützt durch das Herz der Mutter, dann, mit dem ersten Atemzug selbstständig, stömt das Leben in uns, läßt es uns gestalten und lachen.

Trotzdem ihre Herzen dieselbe Funktion haben, wie unseres, sind wir nicht mit allen Menschen freundschaftlich verbunden – was durchaus keinen Einfluss auf unsere Gewisssenshaltung haben muss – es scheint sogar, dass der Prozentsatz derer gesetzmäßig stets größer ist. Qualität und Tiefe bei gleichzeitiger Weite sind wohl bedeutender als Quantität.

Das hält uns nicht davon ab, hier und da Menschen anzulächeln, ihnen in unserer Nähe ein einfaches, nettes „Hallo“ zu gönnen oder ihm zu sagen, dass er schöne Zähne hat, wenn er sie denn hat, tolle Schuhe trägt oder dass es schön ist, dass er z. B. den Eingang des Ladens, den ich gerade betrete, sauber hält (auch wenn er dafür bezahlt wird) oder die gute Ausstrahlung von jemandem zu bestätigen. Es gibt so vieles.

Wir dürfen auch still sein. Wir dürfen auch einfach irgendetwas Wunderbares, Schönes, Nettes registrieren und uns im Stillen darüber freuen, wenn uns vielleicht gerade danach ist, das was wir gerade empfinden, ganz allein zu genießen.

Schönheit und Liebe ist überall, wo wir hingehen.
Falls Du mit mir gerade nicht einverstanden bist, magst Du vielleicht folgendes in Deine Gedanken einbeziehen:

Hast Du dich, aus welchen Gründen auch immer, zum Beispiel in eine Umgebung begeben, in der Du nichts Schönes findest, gibt es Zweierlei
1. Du schaust ob und wie Du etwas Schönheit, Nettes, Freundlichkeit herzaubern, gestalten oder geben kannst
2. Du hast doch Dich dabei …